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Dekubitus behandeln in Wien – professionelle, mobile Wundversorgung

Ein Dekubitus (Druckgeschwür) braucht rasche, fachgerechte Behandlung. Als erfahrenes Team aus diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger:innen und zertifizierten Wundmanager:innen in Wien versorgen wir Druckgeschwüre mobil bei Ihnen zu Hause oder in unserer Wundpraxis – einfühlsam, leitliniengerecht und mit dem Ziel, Komplikationen zu vermeiden.

👉 Jetzt unverbindlich beraten lassen – wir sind Montag bis Freitag für Sie da. ☎

Wir betreuen Sie in ganz Wien (Standorte im 3. und 23. Bezirk) sowie in Korneuburg, Langenzersdorf und Klosterneuburg.


Was ist ein Dekubitus?

Ein Dekubitus – auch Druckgeschwür oder „Wundliegen“ genannt – entsteht, wenn Haut und darunterliegendes Gewebe über längere Zeit anhaltendem Druck ausgesetzt sind. Die Durchblutung wird unterbrochen, das Gewebe wird geschädigt. Was als Rötung beginnt, kann sich rasch zu einer tiefen, schmerzhaften Wunde entwickeln.

Besonders gefährdet sind Menschen mit eingeschränkter Mobilität – etwa bettlägerige oder immobile Patient:innen, nach Operationen, im Rollstuhl oder bei Demenz. Verstärkt wird die Schädigung durch Reibung und Scherkräfte (z. B. beim Verrutschen im Bett), Feuchtigkeit (etwa bei Inkontinenz) sowie Mangelernährung. Auch Alter, dünne Haut, Diabetes und Durchblutungsstörungen erhöhen das Risiko.

Typische Risikostellen

Ein Druckgeschwür entsteht dort, wo wenig Gewebe zwischen Haut und Knochen liegt: am Kreuzbein und Steißbein (häufigste Stelle), an den Fersen, an Hüftknochen, Sitzbein, Schulterblättern, Ellbogen, Hinterkopf und Knöcheln.


Dekubitus früh erkennen: der Fingertest

Ein Dekubitus kündigt sich an, bevor eine offene Wunde entsteht. Das wichtigste Warnzeichen ist eine Rötung, die sich nicht wegdrücken lässt.

So testen Sie: Drücken Sie kurz mit dem Finger auf die gerötete Stelle. Wird die Haut kurz weiß und rötet sich dann wieder, ist die Durchblutung intakt. Bleibt die Rötung bestehen, handelt es sich bereits um einen Dekubitus Kategorie I – ein ernstes Alarmsignal.

Die vier Schweregrade reichen von der nicht wegdrückbaren Rötung (I) über oberflächliche Hautdefekte (II) und tiefere Schäden im Fettgewebe (III) bis zum vollständigen Gewebeverlust mit freiliegenden Muskeln, Sehnen oder Knochen (IV). Wichtig: Ein Dekubitus kann in der Tiefe deutlich größer sein, als er an der Oberfläche wirkt.


Wie wird ein Dekubitus behandelt? Was die Evidenz zeigt

Die Behandlung folgt einem klaren Grundsatz: Solange der Druck bestehen bleibt, kann keine Wunde heilen. Die internationale Leitlinie (EPUAP/NPIAP/PPPIA 2019) nennt Umlagerung, frühe Mobilisierung und geeignete Unterlagen als Grundpfeiler.

Druckentlastung ist das Herzstück:

  • Regelmäßiger Positionswechsel in individuell angepassten Intervallen – abhängig von Hautzustand, Risiko und Unterlage. Das starre „alle zwei Stunden“ ist ein Merksatz, kein Naturgesetz.
  • 30-Grad-Schräglage statt starrer Seitenlage – das reduziert den Druck auf Hüft- und Sitzbein.
  • Fersen freilagern („schwebende Ferse“) – eine der einfachsten und wirksamsten Einzelmaßnahmen.
  • Druckverteilende Matratzen und Sitzkissen – sie senken das Risiko, ersetzen die Umlagerung aber nicht.

Moderne Wundversorgung – immer parallel zur Druckentlastung: feuchte Wundheilung, Débridement (Entfernen von abgestorbenem Gewebe), passendes Exsudatmanagement und der gezielte Einsatz von Antiseptika nur bei klinischen Infektionszeichen. Ehrlich eingeordnet: Kein Wundauflagen-Produkt ist pauschal „das beste“ – entscheidend ist die fachgerechte, laufend angepasste Auswahl. Genau das leistet professionelles Wundmanagement.

Vorbeugende Schaumverbände (Silikon) auf Kreuzbein und Fersen können Reibung und Scherkräfte reduzieren; für sie hat sich die Studienlage verdichtet, und die Leitlinie empfiehlt sie ergänzend.

Ernährung ist eine sinnvolle Grundlage (ausreichend Eiweiß, Energie, Flüssigkeit). Zu Nahrungsergänzungsmitteln ist die Evidenz laut aktuellem Cochrane-Review (2024) allerdings begrenzt – sie ersetzen die Druckentlastung nicht.

Zwei verbreitete Mythen – bitte vermeiden: Gerötete Stellen nicht massieren (schädigt vorgeschädigtes Gewebe) und keine Ring-/Donut-Kissen verwenden (schnüren die Durchblutung im Randbereich ab).


Warum Pflegstro? Ihr Wundmanagement in Wien

  • Erfahrene Wundmanager:innen und diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger:innen
  • Mobil bei Ihnen zu Hause oder in unserer Wundpraxis (3. und 23. Bezirk in Wien)
  • Individuelle Betreuung von Betroffenen und pflegenden Angehörigen
  • Fachgerechter Verbandwechsel, Débridement und Risikoeinschätzung
  • Beratung zu Lagerung und Hilfsmitteln (z. B. Antidekubitus-Matratzen)
  • Ergänzend: Low-Level-Lasertherapie zur Unterstützung der Geweberegeneration

Neben der Wundversorgung bieten wir auch medizinische Hauskrankenpflege, Blutabnahmen, Infusionstherapie, Katheter- und Sondenwechsel.

👉 Haben Sie oder ein Angehöriger ein Druckgeschwür – oder besteht ein Risiko? Warten Sie nicht ab. Fragen Sie jetzt Ihren Termin an. ☎

Mehr erfahren Sie auf unseren Seiten Dekubitus, Wundmanagement und Wundpraxis 1030.


Was pflegende Angehörige tun können

  • Tägliche Hautkontrolle der Risikostellen (Kreuzbein, Fersen) mit dem Fingertest
  • Regelmäßige Positionswechsel – auch kleine Bewegungen helfen
  • Fersen freilagern und faltenfreie Bettwäsche
  • Haut sauber und trocken halten, Feuchtigkeit rasch entfernen
  • Beim Transfer heben statt ziehen (Ziehen erzeugt Scherkräfte)
  • Auf Ernährung und Trinkmenge achten
  • Bei jeder nicht wegdrückbaren Rötung sofort Hilfe holen

Häufige Fragen zum Dekubitus (FAQ)

Wie schnell kann ein Dekubitus entstehen? Bei starkem, ununterbrochenem Druck können erste Gewebeschäden bereits innerhalb weniger Stunden beginnen – deshalb sind regelmäßige Positionswechsel und tägliche Hautkontrollen so wichtig.

Muss wirklich alle zwei Stunden umgelagert werden? Die „Zwei-Stunden-Regel“ ist ein praktischer Merksatz. Die Leitlinie empfiehlt ein individuell angepasstes Intervall – je nach Hautzustand, Risiko und Matratze.

Darf man gerötete Stellen massieren? Nein. Das gilt heute als schädlich. Gerötete Stellen gehören entlastet, nicht massiert.

Reicht eine Spezialmatratze allein aus? Nein. Sie senkt das Risiko, ersetzt die Umlagerung aber nicht.

Kommen Sie auch nach Hause? Ja. Wir bieten mobile Wundversorgung in ganz Wien sowie in Korneuburg, Langenzersdorf und Klosterneuburg – und haben Wundpraxen im 3. und 23. Bezirk.

Ist ein Dekubitus immer ein Zeichen für schlechte Pflege? Nicht zwangsläufig. Bei sehr schwer kranken Menschen lässt sich ein Dekubitus manchmal trotz bester Pflege nicht ganz verhindern. Der weit überwiegende Teil ist jedoch durch konsequente Prophylaxe vermeidbar.


Quellen (Auswahl): EPUAP/NPIAP/PPPIA – „Prevention and Treatment of Pressure Ulcers/Injuries: Clinical Practice Guideline“, 2019; Langer G et al., Cochrane Database of Systematic Reviews 2024 (Ernährung); Studien zu prophylaktischen Silikon-Schaumverbänden. Stand: Juli 2026.