Kompressionstherapie – Wirksame Behandlung für gesunde Beine
Die Kompressionstherapie zählt zu den wichtigsten Säulen im modernen Wundmanagement und ist unverzichtbar bei der Behandlung venöser Erkrankungen. Bei einer chronisch venösen Insuffizienz funktioniert der Rücktransport des Blutes aus den Beinen zum Herzen nicht mehr ausreichend. Das Blut staut sich, Flüssigkeit tritt ins Gewebe aus und es entstehen Schwellungen, nässende Beine oder im fortgeschrittenen Stadium offene Wunden wie der Ulcus cruris.
Durch gezielten Druck von außen – sei es durch fachgerechtes Bandagieren oder durch medizinische Kompressionsstrümpfe – wird der venöse Blutfluss unterstützt und Stauungen werden reduziert. Die Kompressionstherapie lindert nicht nur Beschwerden wie Schwere- und Spannungsgefühle, sondern fördert aktiv die Wundheilung und beugt neuen Wunden vor.
Als Spezialist für Kompression in Wien bieten wir Ihnen professionelle Unterstützung – mobil bei Ihnen zu Hause oder in unseren Wundpraxen. Unsere erfahrenen Wundmanagerinnen legen Kompressionsverbände fachgerecht an, beraten Sie zur optimalen Versorgung und begleiten Sie während der gesamten Therapie.
Ob akute Beschwerden oder langfristige Behandlung: Die Kompressionstherapie ist ein wesentlicher Bestandteil für Ihre Beingesundheit und Lebensqualität.
Kompressionstherapie
Methode
Kompressionstherapie (Kurzzugbandagen, medizinische adaptive Kompressionssysteme, Mehrlagen-Kompressionssysteme, Kompressionsstrümpfe, Alginatleimbinden, ...)
Termine
Rasche Termine innerhalb weniger Tage
Dauer
pro Behandlung ca. 30-45 Minuten - 1-3x pro Woche
Verbesserung
unmittelbar nach Anlage der Kompression ist eine Besserung zu spüren und zu sehen
Preis
ab € 85
Ursachen der chronisch venösen Insuffizienz
Die chronisch venöse Insuffizienz entwickelt sich über Jahre und hat meist mehrere Ursachen. Ein Verständnis der Risikofaktoren hilft, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern.
Genetische Veranlagung Eine familiäre Vorbelastung spielt eine wesentliche Rolle. Sind Eltern oder Großeltern von Venenleiden betroffen, steigt das eigene Risiko deutlich. Schwaches Bindegewebe wird vererbt und begünstigt die Entstehung von Krampfadern und Venenschwäche.
Bewegungsmangel und berufliche Belastung Langes Stehen oder Sitzen im Berufsalltag belastet die Beinvenen erheblich. Ohne regelmäßige Aktivierung der Wadenmuskulatur fehlt die natürliche Pumpfunktion, die das Blut zum Herzen zurückbefördert. Der Stau in den Beinen nimmt zu.
Übergewicht Erhöhtes Körpergewicht verstärkt den Druck auf die Beinvenen und erschwert den venösen Rückfluss. In Kombination mit Bewegungsmangel beschleunigt sich die Erkrankung.
Thrombosen Nach einer tiefen Beinvenenthrombose bleiben die Venenklappen oft dauerhaft geschädigt. Das sogenannte postthrombotische Syndrom führt häufig zu einer chronisch venösen Insuffizienz mit nässenden Wunden und offenen Beinen.
Hormonelle Einflüsse und Schwangerschaft Hormonelle Veränderungen, etwa durch Schwangerschaft oder die Einnahme von Verhütungsmitteln, weiten die Venenwände und schwächen die Klappenfunktion.
Alter Mit zunehmendem Alter verlieren Venen und Bindegewebe an Elastizität. Die Venenklappen schließen nicht mehr vollständig.
Ohne konsequente Kompressionstherapie und fachgerechtes Bandagieren verschlimmern sich die Beschwerden oft bis hin zu nässenden Beinen.
Behandlungsmöglichkeiten der chronisch venösen Insuffizienz (CVI)
Die Therapie einer chronisch venösen Insuffizienz erfordert einen ganzheitlichen Ansatz. Je nach Stadium und individueller Situation kommen verschiedene konservative, alternative und bei Bedarf operative Behandlungen zum Einsatz.
Kompressionstherapie als Basisbehandlung
Die Kompressionstherapie bildet das Fundament jeder CVI-Behandlung. Durch fachgerechtes Bandagieren mit Kurzzugbinden oder das Tragen medizinischer Kompressionsstrümpfe wird gezielt Druck auf das Gewebe ausgeübt. Dadurch verringert sich der Venendurchmesser, die Fließgeschwindigkeit des Blutes erhöht sich und die Venenklappen schließen wieder besser. Bei nässenden Wunden und offenen Beinen ist die konsequente Kompression entscheidend für die Abheilung.
Professionelles Wundmanagement
Bei fortgeschrittener CVI mit Ulcus cruris ist professionelles Wundmanagement unverzichtbar. Unsere diplomierten Wundmanager reinigen die Wunde fachgerecht, entfernen abgestorbenes Gewebe und wählen moderne Wundauflagen individuell aus. Ziel ist es, den Wundheilungsprozess zu beschleunigen, Rezidive zu vermeiden und Ihre Lebensqualität zu steigern.
Bewegungstherapie und physikalische Maßnahmen
Regelmäßige Bewegung aktiviert die Muskelpumpe in den Waden und unterstützt den venösen Rückfluss. Bereits tägliches Spazierengehen von 30 Minuten zeigt positive Effekte. Besonders empfehlenswert sind Wassersportarten, da der Wasserdruck wie eine natürliche Kompression wirkt. Ergänzend kann manuelle Lymphdrainage verordnet werden, um Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe zu reduzieren.
Hochlagerung und Lebensstiländerungen
Die regelmäßige Hochlagerung der Beine über Herzniveau – idealerweise dreimal täglich für mindestens 30 Minuten – senkt den venösen Druck und reduziert Schwellungen. Gewichtsreduktion und natriumarme Ernährung unterstützen die Therapie zusätzlich.
Als ergänzende Maßnahme im Wundmanagement fördert die Low-Level-Lasertherapie die Zellregeneration und beschleunigt die Wundheilung bei nässenden Beinen und offenen Wunden.
Medikamentöse Unterstützung
Ärzte können entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente verordnen. Lokale Anwendungen wie Rosskastanien-Extrakt oder Eichenrinden-Kompressen bei Stauungsekzemen ergänzen die Behandlung.
Operative Verfahren
Bei ausgeprägter Varikose stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung: Venenstripping, Sklerotherapie, endovenöse Lasertherapie oder Radiofrequenzablation. Diese Entscheidung trifft der behandelnde Arzt individuell.
Folgen einer nichtbehandelten chronisch venösen Insuffizienz
Wird eine chronisch venöse Insuffizienz nicht konsequent behandelt, schreitet die Erkrankung unweigerlich fort. Die Folgen betreffen nicht nur die Beine, sondern beeinträchtigen die gesamte Lebensqualität erheblich.
Dauerhafte Schwellungen und Ödeme
Im frühen Stadium führt der anhaltende Blutstau zu wiederkehrenden Schwellungen, die zunächst abends auftreten und über Nacht abklingen. Ohne Kompressionstherapie werden diese Ödeme dauerhaft. Die Beine fühlen sich schwer und gespannt an, das Gewebe wird zunehmend verhärtet.
Hautveränderungen und Verfärbungen
Der chronisch erhöhte Venendruck schädigt die feinen Blutgefäße. Rote Blutkörperchen treten ins Gewebe aus und hinterlassen bräunliche Pigmentablagerungen – die sogenannte Hämosiderose. Die Haut verfärbt sich dauerhaft, wird dünn, trocken und äußerst empfindlich. Selbst kleinste Verletzungen heilen nur noch schlecht.
Stauungsekzeme und nässende Beine
Im weiteren Verlauf entwickeln sich Stauungsekzeme mit starkem Juckreiz, Rötungen und Schuppungen. Die geschädigte Haut beginnt zu nässen. Nässende Beine sind nicht nur unangenehm, sondern erhöhen das Infektionsrisiko erheblich und erfordern professionelles Wundmanagement.
Verhärtung des Unterhautgewebes
Ohne Behandlung verhärtet sich das Unterhautfettgewebe zunehmend – Mediziner sprechen von Lipodermatosklerose. Die Haut wird fest und unelastisch, das Bein nimmt eine typische Flaschenform an. Diese Veränderungen sind oft irreversibel.
Offene Beine – der Ulcus cruris
Die schwerwiegendste Folge einer unbehandelten CVI ist der Ulcus cruris. Offene Beine entstehen häufig durch minimale Verletzungen, die nicht mehr heilen. Diese nässenden Wunden können sich über Monate oder Jahre hinziehen, sind äußerst schmerzhaft und schränken die Mobilität massiv ein. Ohne fachgerechtes Bandagieren und konsequente Kompression ist eine Abheilung kaum möglich.
Infektionen und Komplikationen
Offene und nässende Wunden bieten Bakterien ideale Eintrittspforten. Wundinfektionen bis hin zur Blutvergiftung können die Folge sein. Zudem steigt das Risiko für tiefe Beinvenenthrombosen und deren gefährliche Komplikation, die Lungenembolie.
Eingeschränkte Lebensqualität
Chronische Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit, unangenehmer Wundgeruch und sichtbare Hautveränderungen belasten Betroffene auch psychisch. Viele ziehen sich sozial zurück und leiden unter Scham und Isolation.
Rechtzeitig handeln mit professioneller Unterstützung
Je früher eine chronisch venöse Insuffizienz erkannt und behandelt wird, desto besser lassen sich schwere Folgen vermeiden. Unsere erfahrenen Wundmanager in Wien unterstützen Sie mit gezielter Kompression, professionellem Wundmanagement und individueller Beratung – mobil bei Ihnen zu Hause oder in unseren Wundpraxen. Handeln Sie jetzt, bevor aus ersten Beschwerden nässende Beine und offene Wunden werden.
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